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Und das ist neu bei der DTM : Zum ersten Mal seit ihrem Neubeginn im Jahr 2000 gehen keine Mercedes-Benz-Autos des aktuellen Jahrgangs mehr an den Start, sondern die AMG-Mercedes-C-Klassen der beiden Vorjahre – denn die Weiterentwicklung der DTM-Fahrzeuge wurde ab August letzten Jahres schrittweise „eingefroren“.

Die Motoren wurden bereits zu Beginn der Saison 2009 verplombt und dürfen seitdem nicht mehr verändert werden. Aerodynamik und Fahrzeugmechanik sind seit dem 17. August 2009 festgeschrieben, also dem Montag nach dem sechsten Saisonrennen auf dem Nürburgring. Und das gilt seit dem 1. März 2010 auch für die einzige Ausnahme dieser Regelung: die Stoßdämpfer.

Diese drastische Einschränkung der Entwicklungsmöglichkeiten sorgt einmal mehr für eine deutliche Senkung der Kosten; ein Thema, das das DTM-Reglement bereits beim Neustart der Serie im Jahre 2000 und seitdem immer stärker bestimmt hat.

Die AMG-Mercedes-C-Klasse von 2009, die von den vier HWA-Fahrern gefahren wird, sorgte im Vorjahr schon mit fünf Siegen in zehn Rennen für Furore: Vier Mal gewann Gary Paffett, der nach seinem Titelgewinn von 2005 diesmal Vizemeister wurde, und ein Mal siegte Paul Di Resta. Jamie Green holte in der AMG-Mercedes-C-Klasse von 2008 einen weiteren Sieg für Mercedes-Benz.

Die C-Klasse ist mit ihren 72 Siegen in insgesamt 137 Rennen (1994/1995 sowie 1996 bei der von der DTM abgeleiteten Internationalen Tourenwagen-Meisterschaft ITC, und seit 2004 bei der DTM), das erfolgreichste Auto in der mittlerweile 26-jährigen Geschichte der DTM. Von den 152 Siegen, die Mercedes Benz in 321 Rennen seit 1988 einfahren konnte, gingen über 47 Prozent auf das Konto der C-Klasse, die in den drei neuen Generationen seit 1994 eingesetzt wurde. 30 Siege verdankt der Hersteller seinen CLK-Modellen (von 2000 bis 2003), und 50 konnte das 190er-Modell für sich verbuchen (von 1988 bis 1993). Im Zeitraum von 1997 bis 1999 wurden die DTM und ITC nicht ausgetragen.

Wie keine andere Tourenwagen-Meisterschaft steht die DTM für spannenden Sport. Die Rennserie wurde 2009 in 175 Ländern der Welt im Fernsehen übertragen. Allein in Deutschland stieg die Zuschauerquote im letzten Jahr bei über 86 Stunden Sendezeit auf etwa 420 Millionen, und im Schnitt sahen an jedem Rennwochenende rund 2,11 Millionen Fernsehzuschauer Rennen und Qualifying live in der ARD. Die Formel 1 erreichte im Vergleich dazu im vergangenen Jahr rund 6,7 Millionen TV-Zuschauer bei Live-Übertragungen am Wochenende (bei RTL). Demnach kam die DTM also auf stattliche 31,5 Prozent der Einschaltquote der Formel 1. Ihre Highlights waren weltweit über 4.047 Stunden im Fernsehen zu sehen, und 36 Sender übertrugen ihre Qualifyings und Rennen live oder zeitversetzt live.